Algebra und Funktionen · Summenzeichen

Summenzeichen

∑k=mnak\sum_{k=m}^{n} a_k bedeutet: Der Index kk durchläuft die ganzen Zahlen von mm bis nn; berechne jeweils den Summanden aka_k und addiere alles.

Das Summenzeichen in dieser Visualisierung

Mit dem Summenzeichen, dem großen griechischen Buchstaben Σ\Sigma, schreibt man eine Summe vieler Summanden als einen Ausdruck. Der Index kk beginnt bei der unteren Grenze mm unter dem Σ\Sigma und steigt jeweils um 1 bis zur oberen Grenze nn darüber. Jeder Indexwert liefert einen Summanden aka_k. Addiert werden die Summanden, nicht die Indexwerte:

Summenzeichen
∑k=mnak=am+am+1+⋯+an(m≤n)\sum_{k=m}^{n} a_k = a_m + a_{m+1} + \cdots + a_n \qquad (m \le n)

Für m≤nm \le n gibt es n−m+1n - m + 1 Summanden: Beide Grenzen sind eingeschlossen, anders als bei range(m, n) in manchen Programmiersprachen, das vor nn endet. Die Grenzen dürfen beliebige ganze Zahlen sein; dieselbe Summe schreibt man auch als ∑m≤k≤nak\sum_{m \le k \le n} a_k.

Hier steht für jeden Summanden ein Balken über seinem Index. Daneben verfolgt das Diagramm der laufenden Summe die Zwischenergebnisse, mit einem Pfeil pro Summand. Du kannst Grenzen und Summanden wählen, einen Summanden mit seinem Index und dem bis dahin erreichten Gesamtwert ansehen oder einzeln addieren und für jeden Summanden eine Rechenzeile festhalten.

Der Index ist nur ein Platzhalter

Der Index hat nur innerhalb der Summe Bedeutung. Benenne ihn überall um, unter dem Σ\Sigma und im Summanden: Es ändert sich nichts, ∑k=13k2=∑j=13j2=1+4+9=14\sum_{k=1}^{3} k^2 = \sum_{j=1}^{3} j^2 = 1 + 4 + 9 = 14. Deshalb heißt er eine gebundene Variable. Änderst du den Namen nur an einer Stelle, ändert sich der Ausdruck: In ∑j=13k2\sum_{j=1}^{3} k^2 hängt der Summand nicht von jj ab, also ist die Summe 3k23k^2. Der Index legt fest, welche Summanden vorkommen; er muss daher nicht selbst im Summanden stehen. Für m≤nm \le n ist eine Konstante von k=mk = m bis nn zu summieren dasselbe, wie sie n−m+1n - m + 1-mal zu addieren: ∑k=mnc=(n−m+1) c\sum_{k=m}^{n} c = (n - m + 1)\,c.

Eine Grenze verschieben

Sind Summanden vorhanden (m≤nm \le n), ändert eine um 1 verschobene Grenze die Summe um genau einen Summanden an diesem Ende, weil beide Grenzen mitzählen: Eine höhere obere Grenze nimmt den nächsten Summanden hinzu, eine höhere untere Grenze entfernt den ersten.

Ein Summand an jedem Ende
∑k=mn+1ak=∑k=mnak+an+1,∑k=m+1nak=∑k=mnak−am\sum_{k=m}^{n+1} a_k = \sum_{k=m}^{n} a_k + a_{n+1}, \qquad \sum_{k=m+1}^{n} a_k = \sum_{k=m}^{n} a_k - a_m

Wenn es keine Summanden gibt

Liegt die obere Grenze unter der unteren, wie in ∑k=54ak\sum_{k=5}^{4} a_k, nimmt der Index keinen Wert an und es gibt keine Summanden. Nach der üblichen Vereinbarung ist diese leere Summe gleich 0: Die Gesamtsumme beginnt bei 0, und nichts wird hinzugefügt. Dadurch gilt der Übergang von einer Grenze zur nächsten schon ganz am Anfang: ∑k=1nak=∑k=1n−1ak+an\sum_{k=1}^{n} a_k = \sum_{k=1}^{n-1} a_k + a_n gilt auch bei n=1n = 1, wo die Summe rechts keine Summanden hat. Keine Summanden zu haben ist etwas anderes, als wenn sich Summanden aufheben: In ∑k=16(−1)k=0\sum_{k=1}^{6} (-1)^k = 0 sind alle sechs vorhanden.

Bedienung

  • Klicke auf einen Balken, um seinen Summanden anzusehen. Hat die Grafik den Fokus, wechseln die linke und rechte Pfeiltaste zwischen den Summanden; Esc kehrt zur ganzen Summe zurück.
  • Ziehe mm oder nn unter der Indexachse, um eine Grenze zu verschieben.

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