Trigonometrie · Sinusfunktion

Sinusfunktion

Eine Sinusfunktion y = A sin(ωx + φ) + k (A ≠ 0, ω > 0) ist eine gestreckte und verschobene Sinuswelle. Ändere Amplitude, Periode, Phase und Mittellinie und entdecke, was jeder Parameter steuert.

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Sinusfunktionen in dieser Visualisierung

Eine Sinusfunktion ist eine Funktion der Form y=Asin⁡(ωx+φ)+ky = A\sin(\omega x + \varphi) + k mit A≠0A \ne 0 und ω>0\omega > 0: Ihr Graph entsteht durch Strecken, Stauchen und Verschieben des Graphen von sin⁡x\sin x. Man schreibt auch Asin⁡(B(x−C))+DA\sin\big(B(x - C)\big) + D mit B=ωB = \omega, C=−φ/ωC = -\varphi/\omega, D=kD = k. Kosinusfunktionen gehören ebenfalls dazu, denn cos⁡x=sin⁡(x+π/2)\cos x = \sin(x + \pi/2). Im Bedienfeld werden AA und ω\omega mit Drehreglern eingestellt (ω\omega von ½ bis 4), die Verschiebung −φ/ω-\varphi/\omega und kk mit Schiebereglern.

Die gestrichelte Kurve ist der Grundgraph y=sin⁡xy = \sin x; die durchgezogene Kurve zeigt die im Bedienfeld eingestellte Funktion. Die gelben Markierungen messen die von den Parametern bestimmten Größen, jede mit einer eigenen Aufgabe:

Vier Parameter, vier Aufgaben
Amplitude=∣A∣,Periode=2πω,Verschiebung=−φω,Mittellinie y=k.\text{Amplitude} = |A|, \quad \text{Periode} = \frac{2\pi}{\omega}, \quad \text{Verschiebung} = -\frac{\varphi}{\omega}, \quad \text{Mittellinie } y = k\text{.}

Die vertikale Klammer reicht von der Mittellinie zu einem Hochpunkt (bei A<0A < 0 zu einem Tiefpunkt). Die horizontale Klammer umfasst eine Periode. Der Pfeil auf der Mittellinie reicht von x=0x = 0 bis x=−φ/ωx = -\varphi/\omega, wo der Zyklus von sin x nun beginnt. Die blauen Punkte sind die fünf markanten Punkte dieses Zyklus, an denen ωx+φ\omega x + \varphi die Werte 0,π/2,π,3π/20, \pi/2, \pi, 3\pi/2 und 2π2\pi annimmt: Anfang, Extrempunkt y=k+Ay = k + A, Mittellinie, Extrempunkt y=k−Ay = k - A und Ende — bei A>0A > 0 zuerst ein Hochpunkt und dann ein Tiefpunkt, bei A<0A < 0 umgekehrt.

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Was auffällt

  • Änderungen innerhalb der Klammer wirken horizontal und scheinen umgekehrt zu funktionieren: ω=2\omega = 2 verkürzt die Periode (auf π\pi, nicht 4π4\pi), und ein negatives φ\varphi verschiebt den Graphen nach rechts.
  • Beim Drehen von ω\omega wird der Graph um seinen Zyklusanfang x=−φ/ωx = -\varphi/\omega gestaucht oder gestreckt: Die Seite hält diese Verschiebung beim Drehen von ω\omega fest, sodass sich φ=−ω⋅(Verschiebung)\varphi = -\omega\cdot(\text{Verschiebung}) mitändert.
  • Der Graph schwingt zwischen k−∣A∣k - |A| und k+∣A∣k + |A|; die Mittellinie liegt genau dazwischen. Ein negatives AA spiegelt ihn an der Mittellinie; die Amplitude bleibt ∣A∣|A|.
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Richtig lesen

  • Die Verschiebung ist −φ/ω-\varphi/\omega, nicht −φ-\varphi: sin⁡(2x−2π/3)=sin⁡(2(x−π/3))\sin(2x - 2\pi/3) = \sin\big(2(x - \pi/3)\big) ist sin⁡2x\sin 2x, um π/3\pi/3 nach rechts verschoben. Man kann auch zuerst verschieben: Verschiebe sin⁡x\sin x um −φ-\varphi und teile dann die x-Koordinaten durch ω\omega; dabei wird auch die Verschiebung geteilt.
  • Die Periode hängt nur von ω\omega ab, die Amplitude nur von AA. Mit A=0A = 0 ist die Funktion die Konstante kk: Die Amplitude ist 0, nichts schwingt und es gibt keine kleinste Periode. Deshalb stehen bei Periode und φ\varphi Striche. φ\varphi wird aus der Verschiebung berechnet und nicht auf ein bestimmtes Intervall reduziert; φ\varphi und φ+2nπ\varphi + 2n\pi ergeben denselben Graphen.
  • Auf dieser Seite bleibt ω\omega positiv. Ein negatives ω\omega bringt nichts Neues: Wegen sin⁡(−u)=−sin⁡u\sin(-u) = -\sin u lässt sich ω\omega durch ∣ω∣|\omega|, AA durch −A-A und φ\varphi durch −φ-\varphi ersetzen.
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Skizzieren mit markanten Punkten

  • Setzt man ωx+φ\omega x + \varphi gleich 0,π/2,π,3π/2,2π0, \pi/2, \pi, 3\pi/2, 2\pi, erhält man x=s, s+T/4, s+T/2, s+3T/4, s+Tx = s,\ s + T/4,\ s + T/2,\ s + 3T/4,\ s + T mit s=−φ/ωs = -\varphi/\omega und T=2π/ωT = 2\pi/\omega; dort gilt y=k, k+A, k, k−A, ky = k,\ k + A,\ k,\ k - A,\ k. Diese fünf Punkte einzuzeichnen und glatt zu verbinden ist die übliche Methode, einen Zyklus von Hand zu skizzieren. Die Tabelle Markante Punkte im Bedienfeld zeigt sie für die eingestellte Funktion; zeige auf eine Spalte, um ihren Punkt im Diagramm hervorzuheben.
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Bedienung

  • AA und ω\omega haben Drehregler; die Verschiebung −φ/ω-\varphi/\omega hat einen horizontalen Schieberegler (von −π-\pi bis π\pi, in Schritten von π/12\pi/12), kk einen vertikalen — entsprechend der Bewegung des Graphen. Klicke auf einen Wert, um ihn einzugeben (die Verschiebung akzeptiert π/6, 2π/3, -pi/4 oder Angaben im Bogenmaß). Unter der Verschiebung zeigt „≡“ die Verschiebung desselben Graphen in die andere Richtung: Verschiebungen, die sich um eine ganze Periode unterscheiden, ergeben denselben Graphen.
  • Ziehe im Diagramm den Zyklusanfang, um den Graphen zu verschieben, den ersten Extrempunkt nach oben oder unten, um AA zu ändern, und das Zyklusende seitlich, um die Periode zu ändern.
  • Der Präsentationsmodus öffnet eine Vollbildansicht für Projektoren (← → verschieben den Graphen um π/12\pi/12, ↑ ↓ verschieben die Mittellinie um 0.5, H blendet die Messwerte aus).
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